Zahnarzt Marktbreit


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Hypnose

Patienteninfo > Weiterführende Behandlung

Da es immer wieder viele Fragen zur zahnärztlichen Hypnose gibt, habe ich für Sie einige Punkte vorab zusammengefaßt.


Wenn Sie das Wort Hypnose hören, so ist es vielleicht auch bei Ihnen mit Begriffen wie ,,willenlos" und/oder ,,Tiefschlaf" verbunden. Viele meiner Patienten äußern diese oder ähnliche Begriffe, wie z.B. ,,ferngesteuert" oder ,,im Nirvana" sein. Bei diesen Vorstellungen über Hypnose denken viele nicht an zahnärztliche Hypnose, sondern an Show- bzw. Bühnenhypnose, wie man sie aus Discotheken und anderen Orten heiterer Abendveranstaltungen kennt. Dort werden nicht selten Menschen scheinbar gegen ihren Willen gezwungen, Dinge zu tun, die sie unter normalen Umständen nie tun würden.
Beim Zahnarzt werden Sie nicht gegen sondern nur mit Ihrem Willen in Hypnose versetzt! Dabei geht es immer nur darum, einen vielleicht als unangenehm empfundenen Eingriff in Zukunft besser zu überstehen. Erreicht wird dies durch eine hypnotische Trance.
Jeder Mensch ist im Laufe eines Tages sehr oft selbst in Trance. Dabei handelt es sich um einen natürlichen Zustand, an den Sie sich vielleicht auch sofort erinnern können. Ist es Ihnen schon einmal passiert, daß Sie einige Zeit, z.B. im Büro oder zu Hause, am Schreibtisch oder vielleicht beim Essen saßen und einfach so in die Ferne geschaut haben, ohne daß Sie wußten warum? Dieses oder ähnliche Erlebnisse bezeichnet man als Trance. Vielleicht fallen Ihnen gerade jetzt einige Beispiele aus Ihrem Leben dazu ein?

Wie funktioniert eine Hypnose beim Zahnarzt?


Lassen Sie mich ein wenig ausholen und eine Geschichte als Beispiel voranstellen:
Sicher haben Sie schon einmal von Menschen gehört, die einen Unfall hatten und sich trotz eines gebrochenen Beines oder anderer schwerer Verletzungen aus der Gefahrenzone bringen konnten. Erst danach wurde ihnen bewußt, daß etwas mit ihrem Körper nicht in Ordnung war. Das Bein schmerzte furchtbar und der/die Betreffende konnte sich nicht mehr bewegen.
Dabei handelt es sich um einen sehr komplexen Vorgang: Das Unterbewußte - der innere Helfer jedes Menschen - blockiert die Schmerzwahrnehmung, damit man sich sofort in Sicherheit bringen kann. Ist dies erreicht, ist es wichtig, weiteren Schaden am Körper zu vermeiden. Stärker verletzte Körperteile schmerzen wieder, um der betreffenden Person zu signalisieren: ,,Es ist etwas nicht in Ordnung - Schone mich!', An diesem Beispiel läßt sich viel über Hypnose lernen: Das Unterbewußte versucht immer auf die bestmögliche Art zu helfen - wenn man es läßt. Das ist auch der Grund, warum 90% aller Hypnosen beim Zahnarzt funktionieren. In der zahnärztlichen Praxis haben wir eine Situation, die von vielen Patienten als gefährlich oder zumindest als sehr unangenehm wahrgenommen wird. Solange diese Gefahr besteht, kann auch beim Zahnarzt eine Schmerzblockade erfolgen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, daß man keine totale Bewußtlosigkeit benötigt, um schmerzfrei zu sein. D.h. für Sie als Patient kann eine leichte Trance schon ausreichen für eine grundlegende Veränderung der Wahrnehmung von z.B. Schmerz, Angst usw.. Natürlich ist die Fähigkeit der Schmerzblockade immer auch von Ihren Fähigkeiten und von der Situation, der Sie ausgesetzt sind, abhängig. Daher sollte man Hypnose zu Hause üben und so seine Fähigkeiten, sich zu entspannen und in Trance zu gehen, verbessern. Hierzu können Sie von uns CD´s zur Entspannung, wie z.B. die von Dr. A. Schmierer aus dem Hypnos Verlag oder Mitschnitte Ihrer Sitzungen erhalten. Ein Beispiel: Nicht jeder, der Autofahren lernt, hat auch sofort einen Führerschein. Einige lernen schneller, andere nicht. Was man einmal mit dem Unterbewußten gelernt hat, vergißt man nicht mehr. Denken Sie nur an das Laufen, Fahrradfahren uvm.. So ist es auch mit der Hypnose. Für die Einleitung einer Hypnose gibt es sehr viele verschiedene ,,Induktionstechniken", die unmöglich an dieser Stelle erklärt werden können. Die Art der Induktion - also das Hypnotisiertwerden - ist immer abhängig von individuellen Möglichkeiten und Neigungen.

Erhältlich im Hypnos Verlag

Welche Patienten sind geeignet für eine Hypnose?


Eigentlich alle, auch Kinder ab ca. 4 Jahren. Von besonderem Wert ist die Hypnose für Patienten, die große Angst, eine Phobie, Medikamentenunverträglichkeit, eine Allergie, einen extremen Würgereiz, Verspannungen im Kopf- Kieferbereich, Knirsch- oder Pressprobleme und allgemein Probleme damit haben, sich zu entspannen. Wenn Sie unter schweren psychotischen Störungen leiden, Drogen jedweder Art (auch Psychopharmaka) nehmen und ein mangelhaftes Vorstellungsvermögen haben, sollten Sie eher Abstand von der Hypnose nehmen. Denn unter solchen Umständen ist eine erfolgreiche Arbeit in Trance eher unwahrscheinlich.

Informationen über zahnärztliche Hypnose im Netz finden sie bei der Deutschen Gesellschaft für Zahnärztliche Hypnose DGZH.

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